Semantisches Gedächtnis
Warum ist dieses Thema spannend?
Mit semantischem Gedächtnis wird unser mentales Lexikon bezeichnet. Ohne semantisches Gedächtnis würden wir uns nicht in der Welt zurecht finden. Beispielsweise würden wir bekannte Begriffe zur Bezeichnung von Alltagsgegenständen nicht mehr verstehen / korrekt einordnen können (vgl. Video).
Lernziele
- Sie wissen, was semantisches Gedächtnis ist und wodurch es sich von episodischem Gedächtnis unterscheidet.
- Sie wissen, wie semantisches Wissen organisiert ist / Konzepte organisiert sind.
- Sie kennen die verschiedenen Arten von Wissen / Informationen, die man in Bezug auf semantisches Gedächtnis unterscheidet.
Ressourcen
Buchkapitel
- Eysenck, M. W. (2025). Semantic memory and stored knowledge. In A. Baddeley, M. W. Eysenck, & M. C. Anderson. Memory (4th ed.; pp 265-298). Routledge.
Präsentation
Podcast
Podcasts unter dieser Rubrik sollen einen einfachen Einstieg ins Thema vermitteln. Sie wurden mit künstlicher Intelligenz generiert. Sollten spezifische Inhalte dem Lehrbuch widersprechen, sind die Inhalte aus dem Lehrbuch als korrekt zu betrachten.
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- Semantisches Gedächtnis
- Textverständnis (optional)
Essayfrage
- Was sind die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen semantischem und episodischem Gedächtnis? [Musterlösung]
Erkenntnisgewinn
- Semantisches Gedächtnis bezieht sich auf Faktenwissen. Im Gegensatz zu episodischem Gedächtnis ist mit semantischem Gedächtnis keine Kontextinformation assoziiert. Entsprechend löst der semantische Gedächtnisabruf auch kein Gefühl des «Wiedererlebens» aus. Des Weiteren nimmt semantisches Faktenwissen bis ins hohe Alter zu, während die episodische Gedächtnisleistung bereits abnimmt.
- Frühere Modelle sind vor allem davon ausgegangen, dass semantisches Wissen / Konzepte hierarchisch strukturiert ist / sind. Gegenwärtig wird vor allem das «hub and spokes» (Nabe und Speichen) Modell gebraucht, um die Struktur des semantisches Gedächtnisses zu beschreiben. Nach diesem Modell hat jedes Konzept einen modalitätsunabhängige Repräsentation (hub), welche die effiziente Integration jeglicher gegebener Konzepte ermöglicht. Gemäss dem «hub and spokes» Modells werden «hubs» im anteriorien Temporallappen verortet. Gleichzeitig hat jedes Konzept auch modalitätsspezifische Repräsenationen in Hirnregionen in welchen entsprechende sensorische und motorisches Prozesse stattfinden.
- In Bezug auf semantisches Gedächtnis können zwei Arten von Wissen / Informationen unterschieden werden: Konzepte und Schemata. Konzepte entsprechen meist einzelnen Wörtern. Im Gegensatz dazu entsprechen Schemata (Skripte, Rahmen und Stereotypen) flexibleren Wissensstrukturen