Amnesie

Autor:in

Nicolas Rothen

Warum ist dieses Thema spannend?

Amnesie kann viele Ursachen haben und verschiedene Formen annehmen (vgl. Video).

Lernziele

  • Sie wissen, welche Arten von Amnesie man unterscheidet und kennen deren Definitionen.
  • Sie kennen die häufigsten Ursachen von Amnesie und können deren Störungsbilder beschreiben.
  • Sie kennen therapeutische Massnahmen / Ansätze bei amnestischen Störungsbildern.

Ressourcen

Buchkapitel

  • Baddeley, A. (2025). When memory systems fail. In A. Baddeley, M. W. Eysenck, & M. C. Anderson. Memory (4th ed.; pp 609-650). Routledge.

Präsentation

Podcast

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Essayfrage

  • Was sind die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen anterograder und retrograder Amnesie? [Musterlösung]

Erkenntnisgewinn

  • Man unterscheidet zwischen anterograder und retrograder Amnesie. Bei der anterograden Amnesie handelt es sich um ein Problem bei der Kodierung, Speicherung oder dem Abruf von Informationen, die in der Zukunft verwendet werden können. Bei der retrograden Amnesie handelt es sich um ein Problem beim Zugriff auf Ereignisse, die in der Vergangenheit liegen.
  • Die häufigsten organischen Ursachen für Amnesie sind Demenzen (insbesondere die Alzheimerdemenz) und traumatische Hirnverletzungen. Die Alzheimerdemenz ist eine neurodegenerative Erkrankung, die in ihrer häufigsten Form nach dem 65. Altersjahr auftritt. Ursache der Alzheimerdemenz sind Amyloide Plaques und Neurofibrillen. Alzheimerdemenz ist durch extreme episodische Gedächtniseinbussen gekennzeichnet. Nicht-deklarative Gedächtnisleistungen und Arbeitsgedächtnisleistungen sind relativ intakt. Traumatische Hirnverletzungen haben harte Schläge auf den Kopf oder ein plötzliches Beschleunigen und Abbremsen des Kopfes als Ursache. Traumatische Hirnverletzungen können anterograde wie auch retrograde Amnesien zur Folge haben. Amnesien können auch psychogene Ursachen im Sinne posttraumatischer Belastungsstörungen als Ursache haben.
  • Organische verursachte Amnesien sind nicht reversibel. Therapieansätze beschränken sich auf Strategien zur besseren Bewältigung des Alltags (z.B. Realitätsorientierungstherapie, Reminiszenztherapie, externe Gedächtnishilfen sowie die Bildung neuer Gewohnheiten). Pharmakologische Ansätze bei Demenzen können bestenfalls das Fortschreiten der Erkrankung etwas verlangsamen. Amnesien aufgrund psychogener Ursachen können reversibel sein.