M09: Lernen und Gedächtnis

Onlineveranstaltung 02


Prof. Dr. Nicolas Rothen, MSc Tobias Kühlwein, Dr. Michael Rihs








Diese Veranstaltung wird aufgezeichnet. Das Audiosignal Ihrer Wortmeldungen wird aufgezeichnet. Ihr Videosignal wird nicht aufgezeichnet.

Übersicht


  • Organisatorisches
  • Eigene Studie
  • Diskussion
  • Studie im Fokus
  • Fragen
  • Ausblick

Organisatorisches


  • Wo stehen wir?
  • Offene Fragen

Semesterplan


  • Kurzzeitgedächtnis
  • Arbeitsgedächtnis
  • Lernen

Offene Fragen


Die Webseite wir zeitnah neu die offenen Fragen, welche Sie eingereicht haben, enthalten.

Eigene Studie



Belardi et al. (2021)

Zusammenhang mit Lehrbuch

Der Zusammenhang mit dem Lehrbuch ist durch das Kapitel «Lernen» gegeben, welches z.B. auch auf die Thematik des verteilten Lernens eingeht.

Hintergrund & Forschungsfrage


Hintergrund: Verteiltes Lernen, Korrektive Rückmeldungen, Abruftraining und Multimodales Kodieren sind bewährte Prinzipien, die nachweislich zu nachhaltigem Lernen beitragen können (vgl. z.B. Reber & Rothen, 2018)


Forschungsfrage: Inwiefern verstärken sich diese Lernprinzipien gegenseitig?

Methode


  • N = 79 (M = 39.7 Jahre, SD = 15.5)

  • 48 Wortpaare (Deutsch – Finnisch)

  • Gemischtes 3 x 2 x 2 x 2 Design

    • Zwischensubjekt: Verteiltes Lernen (1, 2, oder 4 Sitzungen)
    • Innersubjekt: Rückmeldung (korrektiv vs. nicht–korrektiv)
    • Innersubjekt: Abruftraining (70/30 oder 30/70)
    • Innersubjekt: Modalität (multimodal vs. unimodal)

Aufgabe


Resultate: Haupteffekte

Resultate: Interaktionen

Erkenntnisgewinn


Tipp

  • Der Leistungsunterschied zwischen schlechtester und bester Bedingung beträgt 30%.
  • Abruftraining ist vor allem dann effektiv, wenn es von korrektivem Feedback begleitet wird.

Diskussion


  • Rückmeldung «Offene Fragen»
  • Kurzzeitgedächtnis vs. Arbeitsgedächtnis
  • Verschiedene Spannenmasse
  • Operationale Spanne und Interferenz

Rückmeldung «Offene Fragen»


  • Bildplagiate: Wann ist der Tatbestand eines Bildplagiats erfüllt?
  • Blockzitate: Ab wann ist die Eigenleistung nicht mehr gegeben?
  • Referenzen: Wann ist es nötig eine Referenz anzugeben?
  • Sekundärliteratur: Wie zitiert man diese korrekt?

Kurzzeitgedächtnis vs. Arbeitsgedächtnis


  • Definition?
  • Operationalisierung?

Verschiedene Spannenmasse

Im Video Working Memory wird ca. bei Minute 11:09 und 41:15 von einer Spanne von ca. 5 gesprochen. Geht es hier somit nicht um die Digit Span von 7 ± 2? Ist folgende Unterscheidung verschiedener Spannenmasse korrekt?

  • Working Memory Span = Überbegriff
  • Zahlenspanne = Anzahl Ziffern, die gemerkt werden können (7±2 Items; Miller)
  • Lesespanne = Sätze lesen und immer letztes Wort merken (2-5 Items)
  • Wortspanne = Spanne einzelne nichtzusammenhängende Wörter (ca. 5-6 Wörter)
  • Satzspanne = Spanne für ganzen Satz (ca. 15 Wörter)
  • Corsi-Block-Spanne = räumliches Pendant zu Zahlenspanne (ca. 5)
  • Operationale Spanne = Wörter merken; durch Rechnungen getrennt (Spanne?), (Turner und Engle, 1989)

Visual Span = Musterspanne? (ca. 4 Slots)

4 Chunks im episodischen Puffer und in Cowan’s embedded process model

Operationale Spanne und Interferenz


Forumsfrage zu K4, S. 91: Bei der Operation Span folgt auf ein zu merkendes Wort eine Rechnung. Wäre in diesem Fall die Rechnung als proaktive Interferenz das Element, das den Abruf des nächsten Wortes stören würde? Also die Rechnung entspräche dem «earlier item», das im Wettstreit um den Abruf des nachfolgenden Wortes interferiert? Oder wie hängen die beiden Absätze zusammen?

Studie im Fokus


Baddeley et al. (2020), S. 122, Abb. 5.6 (vgl. auch A. Baddeley & Longman, 1978)

Fragen

Ausblick


  • Episodisches Gedächtnis
  • Semantisches Gedächtnis
  • Abruf

Literatur


Baddeley, A., & Longman, D. J. A. (1978). The Influence of Length and Frequency of Training Session on the Rate of Learning to Type. Ergonomics, 21(8), 627–635. https://doi.org/10.1080/00140137808931764
Baddeley, Eysenck, M. W., & Anderson, M. C. (2020). Memory (3. Aufl.). Routledge.
Belardi, A., Pedrett, S., Rothen, N., & Reber, T. P. (2021). Spacing, Feedback, and Testing Boost Vocabulary Learning in a Web Application. Frontiers in Psychology, 12, 5072. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2021.757262
Reber, T. P., & Rothen, N. (2018). Educational App-Development needs to be informed by the Cognitive Neurosciences of Learning & Memory. Science of Learning, 3(1), 22. https://doi.org/10.1038/s41539-018-0039-4

nicolas.rothen@unidistance.ch

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